Rückblick auf das Gebetsseminar vom 26.09.2026

Unsere Beiträge geben dir einen lebendigen Einblick in das Miteinander unserer Gemeinde. Hier teilen wir Geschichten, Highlights und besondere Momente aus unserem Alltag – inspiriert vom Glauben und geprägt von Gemeinschaft.

Am 26.09.2026 macht­en sich in unser­er Gemeinde 27 Teil­nehmende auf in ein „weites Land“, um das Gebet nochmal neu und tiefer ken­nen­zuler­nen.

Ref­er­ent des Tages war Prof. Dr. Christoph Schrodt, Pro­fes­sor für prak­tis­che The­olo­gie an der Inter­na­tionalen Hochschule Lieben­zell, langjähriger Pas­tor und Autor mehrerer Büch­er.

Sehr prax­is­nah, aus­ge­wogen und the­ol­o­gisch fundiert betra­chtete er mit den Teil­nehmenden zunächst das Sprachenge­bet, auch Glos­so­lalie genan­nt. Beim Pfin­gst­wun­der in Apos­telgeschichte 2,1–12 trat das Sprachenge­bet zum ersten Mal in im Neuen Tes­ta­ment auf. Gott nutzte hier das Sprachenge­bet, um eine Sprach­bar­riere zu über­winden. Die Zuhör­er, die zu Pfin­g­sten aus vie­len Län­dern in Jerusalem waren, hörten die Jünger in ihrer jew­eili­gen Sprache reden. Die Mehrzahl der Wis­senschaftler ist sich einig, dass hier eigentlich ein Hör­wun­der stat­tfand. Denn in anderen Bericht­en in der Bibel (Apostelgeschichte10,44 und 19,6) trat das Sprachenge­bet auch auf, aber ohne, dass eine Sprach­bar­riere erwäh­nt wird, denn alle sprachen zur dama­li­gen Zeit Griechisch, wenn auch auf unter­schiedlichem Niveau. Durch das Sprachenge­bet schaffte es der Heilige Geist, dass alle mit ihrer Herzenssprache vor Gott treten kön­nen.

Die Sprachenrede ist eine Gebet­srede zu Gott zur Aufer­bau­ung für das pri­vate Gebet­sleben. Sie schafft unseren Emo­tio­nen Aus­druck, wenn wir keine Worte mehr find­en (Römer 8,26). In der Gemeinde ange­wandt sollte sie aus­gelegt wer­den, denn wir soll­ten einan­der ver­ste­hen (siehe 1. Korinther 14,1–5).

Die Sprachenrede ist wie alle Gaben des Heili­gen Geistes eine Gabe mit frei­williger Selb­st­beteili­gung! Jed­er darf, aber kein­er muss. Neben dem Sprachenge­bet gibt es auch andere „Sprachen“, mit denen wir unsere Emo­tio­nen vor Gott zeigen dür­fen: z.B. durch ver­schiedene Gebet­shal­tun­gen (Kör­per­sprache) oder durch Musik (Anbe­tung & Lobpreis). Wichtig ist, dass wir eine Sprache find­en, die uns einen Zugang zum Herzen Gottes schafft.

Neben diesem span­nen­den The­ma betra­chteten die Teil­nehmenden gemein­sam mit Christoph, wie Gott redet und wie wir Gottes Stimme hören kön­nen. Wenn wir Gottes Stimme hören, gibt es keine absolute Sicher­heit, denn man selb­st ist immer beteiligt. Deshalb soll­ten Ein­drücke und prophetis­che Worte immer geprüft wer­den. Die Gemeinde ist eine Hör- und Deu­tungs­ge­mein­schaft. Die let­zte Deu­tung­shoheit bleibt beim Empfänger.

Am Nach­mit­tag gab uns Christoph noch Ein­blicke in die Geschichte des kon­tem­pla­tiv­en Gebets. Er nahm uns rein in die Span­nung von „Allein im Wort liegt das Heil“ und „nur kon­tem­pla­tiv nach innen Betra­cht­en“. Diese Gegen­sätze soll­ten aufgelöst wer­den, denn Bibel, Schweigen und Stille sind keine Gegen­sätze, sie bedin­gen sich gegen­seit­ig. Durch Stille wird das Reden inten­siv­er. Kon­tem­pla­tion schafft Raum für Gottes Reden.

Neben den einzel­nen The­men­vorträ­gen gab es immer wieder die Möglichkeit Fra­gen zu stellen.

Ein großes Team schaffte gut organ­isierte Verpfle­gungspausen, damit sich die Teil­nehmenden stärken und aus­tauschen kon­nten. Nochmals vie­len Dank an alle Helferin­nen und Helfer!

Ansprechpartner | Damaris Baun

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