Neue Diakone im Kinderbereich – 12.06.2021

Liebe Gemeinde,

wie sicher einige von euch mitbekommen haben, sind wir, Lisa, Helena und Alessa, die neuen Diakone des Kinderbereichs der Matthäus Gemeinde. Wir wollen euch in diesem Artikel von uns, aber vor allem auch von unserer Vision und unseren Wünschen für den Kinderbereich erzählen.

In den vergangenen Jahren waren wir feste Mitarbeiter des Jayteas, der Jugendgruppe der Gemeinde. Dort durften wir uns selbst im Glauben weiterentwickeln, erfahren wie Gott trägt und leitet und lernen was es heißt, Verantwortung zu übernehmen und zu leiten. Diese Zeit hat uns drei stark geprägt und auch als Team zusammengeschweißt.

Wir haben gemerkt, dass Gott uns mit einem Herz für Kinder ausgestattet hat. Auch deshalb schließen wir drei außerhalb der Gemeinde ein soziales Studium ab, was uns für die Arbeit mit Kindern weiter begeistert und noch sensibler für ihre Lebenswelt und Bedürfnisse werden lässt. Außerdem lernen wir dort theoretische Grundlagen über das Leiten von Organisationen und Mitarbeitern, die es jetzt nur noch in die Praxis umzusetzen gilt ;).

Wir fühlen uns von Gott in diese Aufgabe berufen, der wir voller Freunde und Respekt entgegen schauen.

Wir wünschen uns für die Matthäus Gemeinde, dass Kinder einen hohen Stellenwert bekommen und in den Mittelpunkt der Gemeinde gerückt werden.

Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was dann mit den anderen Bereichen ist, ob diese nicht genauso wichtig, oder gar wichtiger sind?

Unsere Antwort lautet: Ja, auch die anderen Bereiche der Gemeinde sind wichtig. Dennoch finden nie wieder so entscheidende tiefgreifende Prägungs- und Lernprozesse statt wie in der Kindheit. Hier wird eine Grundlage für das ganze spätere Leben gelegt. Was in dieser Phase verinnerlicht wird, bleibt und ist nur schwer wieder loszuwerden. Zahlenmäßig kann man sagen, dass sich 80% der Christen im Kindesalter für ein Leben mit Gott entscheiden. Außerdem kann im Erwachsenenalter auf frühe Begegnungen mit dem Glauben und Gemeinde zurückgegriffen und leichter eine religiöse Identität aufgebaut werden.

Wir wünschen uns, dass die Kinder die Möglichkeit haben, ihre eigenen Glaubenserfahrungen zu sammeln. Es soll Raum für Neugier, Staunen und theologisches Nachdenken geben, damit der Glauben in ihrem Leben plausibel wird und sie trägt.

Wenn man die Bibel zur Hand nimmt kann man erkennen, dass Kinder einen ganz besonderen Stellenwert haben:

  • Jesus lässt die Kinder zu sich kommen, entgegen der Erwartungen der Jünger. Sein Handeln lädt uns zum Umdenken ein: Nicht nur Erwachsene, auch Kinder werden gesegnet (Matthäus 19, 13-15)
  • Wir sollen wie die Kinder sein: Jesus stellt Kinder als Glaubensvorbilder in das Zentrum (Matthäus 18, 1-5). Kinder und Erwachsene können gegenseitig voneinander lernen und Erwachsene dürfen sich selbst neu als Kinder Gottes verstehen und lernen, so bedingungslos zu glauben, wie es ein Kind tut.
  • Kinder sind ein vollwertiger Teil der Gemeinde. Jesus lässt die Kinder aktiv am Reich Gottes teilhaben und bezieht sie in sein Handeln mit ein (Johannes 6, 9). Selbst Anbetung und Lob bleibt nicht Erwachsenen vorbehalten. (Matthäus 21, 15-17) Unsere Aufgabe ist es, ihnen das zu vermitteln.

Wir wünschen uns, dass sich alle Familien, so wie sie sind, bei uns willkommen fühlen. Gott gebraucht nicht perfekte Menschen, er gebraucht jeden Menschen. Auch hier kann ein Blick in die Bibel geworfen werden. Mit welchen Familien hat Gott Geschichte geschrieben? Angefangen bei Adam und Eva, bei denen der eine Sohn den Anderen erschlagen hat. Josef, der von seinen Brüdern verkauft wurde und auch Noah, der auf den ersten Blick die perfekte Familie hatte. Er wurde von einem seiner Söhne betrunken gefunden und bloßgestellt. Gott zeigt dadurch, dass er Jeden gebraucht.

Wir wünschen uns, dass Gemeinde und Familien enger zusammenarbeiten. Kinder brauchen Bezugspersonen, die ihnen ihren Glauben vorleben. Erst, wenn das am Sonntag Gesagte am Montag erlebbar wird, kann es Spuren bei den Kindern hinterlassen. Wir möchten die Eltern ermutigen, dieses große Potential auszuschöpfen und den Kindern damit zu zeigen, wie Glaube im Alltag gelebt werden kann.

Wir haben erlebt, dass Kinder ein Türöffner für ihre Eltern sein können. Das Wohlbefinden der Kinder ist entscheidend dafür, ob sich auch die Eltern wohlfühlen und eine Gemeinde zur Heimat wird.

Umso mehr wir uns mit diesem Thema in den letzten Wochen und Monaten beschäftigt haben, umso wichtiger ist es uns geworden, uns für die Kinder einzusetzen, ihnen zu dienen und ihnen einen wichtigeren und höheren Stellenwert zuzuschreiben.

Wir sind Gott so dankbar, dass er unsere Herzen vorbereitet hat, wir seine Leitung spüren und er uns mit allem was wir brauchen ausstattet und uns leitet. Wir danken Gott für all die Ideen, Begeisterung und die Liebe für Kinder und wollen mit unseren Schwächen und Stärken Gott dienen.

Ein afrikanisches Sprichwort besagt: „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“. Wir sind uns sicher, um ein Kind im Glauben wachsen zu lassen braucht es eine ganze Gemeinde! Ganz besonders begleiten und unterstützen könnt ihr uns im Gebet.

Unsere Gebetsanliegen sind:

  • dass Gott uns in unserem Dienst leitet
  • für die Kinder, dass sie Gottes Liebe spüren dürfen und sie eine gute Begleitung erhalten
  • Danke für viele motivierte Mitarbeiter und eine gesegnete Zusammenarbeit

Was uns ebenfalls noch sehr wichtig ist: Wir wünschen uns offene Rückmeldungen und konstruktive Kritik. Nur so haben wir die Chance Gutes zu wiederholen und Schlechtes zu verbessern! Auch wir selbst wollen uns in ehrlicher und wertschätzender Rückmeldung üben.

Sehr gerne dürfen auch Ideen geäußert werden, ganz egal ob ihr selbst im Kindereich mitarbeitet oder nicht, ihr gerne bei der Umsetzung der Idee unterstützen wollt oder nicht. Wir brauchen eure Ideen!

Wer jetzt Lust bekommen hat, unsere Arbeit im Kinderbereich zu unterstützen und unsere Vision und Wünsche zu teilen, darf sich super gerne bei uns melden. Wir freuen uns über jeden der im Kinderbereich mitarbeiten möchte: Wie gesagt, wir brauchen die ganze Gemeinde ;)!

Lisa Friz, Helena Bodmer und Alessa Hahn

 

Gemeindeleben – Osteraktion – 10.04.2021

Ein Rückblick auf die Osteraktion für unsere Kindergottesdienst-Kinder am Ostersamstag

Ein großes Fest feiern mit eingeschränktem persönlichem Kontakt? Vor der Herausforderung standen Gemeinden an Ostern in diesem und auch schon im letzten Jahr. Wie kann Kindern in der jetzigen Zeit Osterfreude vermittelt werden? Es hat uns eine Idee erreicht, die uns inspiriert hat, eine Osteraktion für die Gemeinde-Kinder zu planen. Wir haben uns gefreut, etwas Besonderes für unsere Kids zu organisieren mit der Möglichkeit, sie mal wieder persönlich zu treffen und noch dazu die Geschichte vom Tod und der Auferstehung unseres Retters für sie veranschaulichen zu können.

So haben sich am Ostersamstag ca. 15 Kinder gemeinsam mit ihren Familien auf den Weg gemacht. Sie sind an der Gemeinde losgelaufen und auf einem Rundweg an 7 verschiedenen Stationen vorbeigekommen. Dort haben wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf sie gewartet und mit ihnen gespielt, gebastelt, gevespert und natürlich von Ostern erzählt – denn jede Station beinhaltete einen Teil der Ostergeschichte.

 

  1. Los ging es mit dem Einzug nach Jerusalem an der ersten Station. Dort durften die Kinder ein Wettrennen mit alten Klamotten machen, welche auf dem Boden verteilt werden mussten. Und sie haben erfahren, wie Jesus auf einem Eselfohlen nach Jerusalem geritten ist.
  2. Bei der zweiten Station gab es Abendmahl auf einer Picknickdecke – mit Saft und einem kleinen Snack für die Kids.
  3. Danach kamen die Kinder beim Garten Gethsemane an, in welchem die Zeit von Jesus langsam abgelaufen ist. Auch die Kinder standen bei ihrem Spiel unter Zeitdruck, sie mussten sich auf die Suche nach einem tickenden Wecker begeben.
  4. Darauf folgte die Station der Kreuzigung. Die Kinder haben von der Verurteilung und dem Tod Jesu gehört und ein Kreuz aus Zweigen gebastelt.
  5. Die Traurigkeit hielt jedoch nicht lange an, denn die nächste Station handelte von der Auferstehung. Hier durften die Kinder ein paar Ostersüßigkeiten suchen. Und sie haben erfahren, wie die Frauen auf das leere Grab reagiert haben.
  6. Weiter ging es mit einer Station, an der erzählt wurde, wie Jesus seinen Jüngern begegnet ist und diese ihn erst einmal nicht erkannt haben. Dort gab es Fühlboxen, bei denen die Kinder mit ihren Händen verschiedene Gegenstände ertasten und erraten konnten, um zu testen wie gut sie Dinge erkennen können.
  7. Die letzte Station drehte sich um das Thema „Hoffnung weitergeben“. Mithilfe der Mitarbeiterinnen haben die Kinder Meisen-Knödel gebastelt, um etwas Hoffnung an die Vögel weiterzugeben.

Unser Fazit: Es war eine schöne und zugleich corona-konforme Aktion, die den Kindern viel Spaß gemacht und sie sehr lebendig in die Ostergeschichte mit hineingenommen hat!

Unser Gebetsanliegen ist, dass die Infektionszahlen bald wieder Präsenz-KiGos zulassen und wieder mehr persönlicher Kontakt zu den Kindern möglich ist. Betet ihr mit?

Helena, Alessa und Lisa

 

Gemeindeleben – Mein Bundesfreiwilligendienst in der MGS – 17.03.2021

Hallo liebe Mitglieder, Freunde und Gäste der Matthäus Gemeinde,

für diejenigen von euch, die mich noch nicht kennen, möchte ich mich kurz vorstellen: Mein Name ist Silian, ich bin 20 Jahre alt und besuche die Matthäus Gemeinde nun schon seit einigen Jahren. Aktuell arbeite ich im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes in der Gemeinde mit. Meine drei Schwerpunkte sind das Gemeindebüro, Hausmeistertätigkeiten und die Jugendarbeit. Das bedeutet, dass ich auch im Gottesdienst und im Jaytea mitarbeite und versuche, in alle Bereiche der Gemeinde einzutauchen.

Am liebsten arbeite ich im Gemeindebüro und in der Jugendarbeit.

Die Arbeit im Gemeindebüro gefällt mir besonders, weil ich auch in Zukunft gerne in Richtung Organisation und Planung gehen möchte und ich so Erfahrungen für mein zukünftiges Arbeitsleben sammeln kann. Da ich in diesem Bereich meine Stärken sehe, freue ich mich, diese für die Gemeinde einsetzen zu können und zusätzlich noch viel Neues in diesem Bereich lernen zu dürfen.

Auch die Jugendarbeit liegt mir sehr am Herzen. Ich bin selbst seit ein paar Jahren im Jugendkreis und sehe dort großes Potential, Jugendliche in ihrem Glauben zu stärken.

Allgemein steht über diesem BFD der Wunsch, im Glauben zu wachsen und Gott immer mehr und auf neue Art und Weise kennenzulernen.

Ein herzliches Dankeschön geht an Karl-Heinz und die Gemeindeleitung, die mit viel Einsatz in kürzester Zeit dieses BFD für mich möglich gemacht haben.

Am Ende möchte ich euch noch bitten, folgende Anliegen in euer Gebet aufzunehmen, da ich glaube, dass große Kraft im Gebet liegt.

» einen Studienplatz für mich im Herbst
» den richtigen Ort und die richtige Hochschule dafür
» mein BFD in der Gemeinde
» dass wir bald wieder vor Ort Zeiten der Gemeinschaft erleben können

In diesem Sinne wünsche ich euch gesegnete Tage.

Euer Silian

Gottesdienst verpasst?

Wenn du den Gottesdienst am Sonntagmorgen verpasst hast, kannst du ihn  unter dem Youtube Kanal der MGS später anschauen.

Youtube-Kanal der MGS

Das Angebot wird Sonntag für Sonntag weiter wachsen. Du kannst dir den Kanal einfach abonnieren, dann bist du stets informiert.

Erlebt: Die Los Wochos 2020

Zum ersten Mal in der Geschichte des Jayteas startete die Los Wochos bereits samstags. So konnten wir den ersten Tag nutzen, unsere Dienstleistungen, die wir in der Woche zuvor an Gemeindeglieder versteigert hatten, einzulösen.  Mit sechs Teams sind wir schließlich losgezogen, um die unterschiedlichsten Aufgaben zu erfüllen: Hundesitten, Fensterputzen, Gartenarbeit, usw.

Als wir fertig waren, kamen wir alle wieder zurück ins Gemeindehaus und trugen unser erarbeitetes Geld zusammen, welches rumänischen Jugendlichen die Teilnahme an der Sommerfreizeit ermöglichen soll.

Den Abend haben wir noch mit Maultaschen essen, Gemeinschaft und Lobpreis verbracht.

Da am Sonntag wieder Gottesdienst war, mussten wir rechtzeitig aufstehen um zu frühstücken und das Gemeindehaus wieder in einen vorzeigbaren Zustand zu bringen. Um neun Uhr versammelten wir uns, um im gemeinsamen Gebet den Gottesdienst zu segnen. Nach dem Gottesdienst und dem Mittagessen standen aktive Spiele in großen Saal auf dem Programm.

Am Montag ging unser Alltag wieder richtig los, um 6:20 Uhr klingelte der Wecker und alle schleppten sich müde zum Frühstück. Noch im Halbschlaf wurde Müsli herumgereicht und nach Milch gefragt, bis die ersten auch schon ihre Schulsachen packten und das Gemeindehaus verließen.

Zum Abendessen kamen alle ca. 25 Teilnehmer wieder zusammen. Jeden Abend war ein anderes Team mit Kochen dran. Das Team überlegte sich was es kochen wollte und ging selbstständig einkaufen. Nach dem Abendessen wurde das Essen in den Kategorien Management, Essen und Sympathie vom Rest der Gruppe bewertet. Diese Stimmzettel wurden dann am Ende der Los Wochos ausgewertet und die Sieger wurden schließlich auf dem „Los Wochos Dinner Kochlöffel“ verewigt. Bei der diesjährigen Los Wochos hat der Nachosalat mit Kirsch-Quark-Nachtisch gewonnen, wobei wir dieses Mal wirklich jeden Abend grandioses Essen hatten!

Um 20 Uhr haben wir uns immer zu Lobpreis und anschließenden Kleingruppen versammelt. Jeden Abend haben wir ein Kapitel des
1. Johannesbriefs durchgenommen, Fragen gestellt und beantwortet,
uns über unseren Tag ausgetauscht und gemeinsam gebetet.

Die Los Wochos ist immer eine gute Möglichkeit, sich besser kennenzulernen, Alltag miteinander zu leben und gemeinsam im Glauben zu wachsen. Fragt man Jaytealer, was sie von der Los Wochos halten, so sagen sie, dass sie besonders schätzen, dass man nach Hause kommt und immer jemand da ist, mit dem man sprechen kann, dass man nach dem stressigen Alltag zusammenkommt und Gemeinschaft hat und jeden Abend im Lobpreis gemeinsam vor Gott kommt.

Wir freuen uns schon auf die nächste Los Wochos!

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Danke an Hannah Ebinger, dass wir durch diesen Bericht an der Lebenswoche der Jugendlichen teilhaben konnten.