Corona Info – STAND 15.03.2020

INFOS ZUR CORONA-LAGE FÜR DIE MATTHÄUS GEMEINDE SCHWAIKHEIM – STAND 15.03.2020 – 19:30 UHR


Ihr lieben Freunde in der Matthäus Gemeinde Schwaikheim!

Noch vor wenigen Wochen, ja einigen Tagen, hätten wir uns die aktuelle Nachrichtenlage nicht vorstellen können: Schulen und Kitas schließen, die Bundesliga ist ausgesetzt, sehr viele Veranstaltungen werden abgesagt. Und wir haben uns entschlossen, vorerst unseren Gottesdienst ausfallen zu lassen. Wer hätte das vor kurzem noch für möglich gehalten?

Wie wird unser Gemeindeleben in den nächsten Wochen aussehen?

Die aktuelle Situation stellt uns eine interessante Frage, nämlich: Wie können wir unser Gemeindeleben, unsere Beziehungen zueinander, ein wachsendes Miteinander gestalten, gerade wenn wir für aus heutiger Sicht unbestimmte Zeit am Sonntag keinen gemeinsamen Gottesdienst im Gemeindezentrum feiern. Übrigens ist das die Situation von vielen Christen auf diesem Globus, wenn auch aus ganz anderen Gründen …

Wir sind herausgefordert mit den heutigen technischen Mitteln kreativ zu werden. Zum anderen können die Kontakte innerhalb der Familien genutzt werde, um das geistliche Leben unter den Menschen zu stärken, die euch nahe stehen.

Wie wäre es, wenn wir „das gute alte Telefon“ in Corona-Zeiten wiederentdecken?

Vielleicht ist es dir sogar möglich, ganz praktisch gefährdeten Menschen zu helfen, indem du für sie einkaufen gehst und Erledigungen übernimmst. Auch für Menschen, die nun einsam in häuslicher Quarantäne sind, kannst du ein Licht sein, indem du immer wieder anrufst, ihnen Nachrichten schickst oder etwas vor die Türe stellst. Außerdem kannst du in dieser herausfordernden Zeit verstärkt für alle Kranken, Gefährdeten, Entscheidungsträger und für unser Gesundheitssystem mit allen Ärzten und Pflegern beten.


Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

Wir werden in den nächsten Tagen Wege finden und technisch umsetzen, wie wir auch mit geistlichen Impulsen zu euch Kontakt halten und aufnehmen können. Wir schreiben euch sehr bald, was wir diesbezüglich auf den Weg bringen.

Warum machen wir das überhaupt alles?

Natürlich sind wir als MGS gefragt, was wir unter den aktuellen Bedingungen tun. Wir hören die Empfehlung der Bundeskanzlerin und die Vorschriften und Empfehlungen unseres Bundeslandes BW. Die Linie der Regierung ist es, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, auch um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. Dazu werden diverse Maßnahmen empfohlen, die ihr aus den Nachrichten im Wesentlichen alle kennt. Dazu gehört auch, die sozialen Kontakte zu minimieren. Als Gemeinde Jesu Christi handeln wir nicht aus Furcht, sondern aus Liebe, Hoffnung und in Besonnenheit. Ziel unseres Handelns ist es, dabei mit zu helfen, die Infektionskette zu unterbrechen und die Verbreitung des Virus zeitlich zu verzögern, damit vor allem Menschen mit erhöhten Risiken nicht gefährdet werden.


Termine

Sämtliche Veranstaltungen und Termine der MGS fallen daher bis auf weiteres generell aus. Falls es hiervon Ausnahmen geben sollte (z.B. Leitungstreffen), wurden oder werden die Betroffenen direkt persönlich informiert. Diese Entscheidung ist für uns alle schmerzlich, aber wir sehen dies aktuell als angemessen an. Die weitere Entwicklung können wir nicht prognostizieren, aber als Gemeindeleitung informieren wir uns ständig über die aktuelle Lage. Sobald einzelne Veranstaltungen oder auch alle wieder stattfinden können, geben wir über die Homepage und per E-Mail-Newsletter Bescheid. Für ausgewählte Veranstaltungen suchen kreative Menschen aktuell nach Möglichkeiten, diese in anderer Form durchzuführen, z.B. Gottesdienst, Jaytea und Jugendbibelunterricht. Wir hoffen, dass diese Alternativen zumindest teilweise innerhalb weniger Tage Realität werden und danken jetzt schon allen ganz herzlich, die uns hier als Leitung tatkräftig unterstützen.


Andere Auffassungen …

In den sozialen Medien äußern sich Menschen, die all das, was derzeit an Maßnahmen läuft, für übertrieben halten. Hier können wir nur sagen, dass wir keine Fachleute sind, uns aber auf den Rat und die Kompetenz von Fachleuten verlassen.

Unter Christen gibt es hier und da auch die Meinung, dass der Ausfall von Gottesdiensten etc. eine Art von Unglaube wäre. Ich sage es mal so: Wenn du Auto fährst, schnallst du dich vermutlich an, nicht nur weil es Gesetz ist, sondern auch, weil du weißt, dass es schlicht sinnvoll ist und im Ernstfall Leben retten kann. Jemand, der unangeschnallt unterwegs ist mit dem Argument, Gott würde ihn schon bewahren, den halten wir zu Recht für verantwortungslos. Ähnlich empfinden wir es hier: Ausdrücklich gegen den Rat von Fachleuten / Virologen zu handeln, ist eine merkwürdige Argumentation – aber kein Ausdruck von Glauben.


Wir sind Gemeinde!

Lasst uns in dieser Ausnahmesituation als Leib Christi enger zusammenwachsen und seine Liebe, seinen Frieden und seine Hoffnung in eine Welt bringen, die verunsichert und verängstigt ist.

Als MGS sind und bleiben wir auch ohne persönliche Begegnung am Sonntag fest verbunden. Wir denken aneinander und beten füreinander. Wir können telefonisch und über das Internet im Kontakt bleiben.

Die Corona-Krise fällt in die Fastenzeit. Jeder ist in dieser Zeit herausgefordert gewisse Aktivitäten ruhen zu lassen. Beim Fasten wird die gewonnene Zeit genutzt, um die persönliche Beziehung zu Gott zu stärken. Das kann jeder von uns tun, um durch die Zeit hindurch im Gebet stark zu werden.

Vor allem bitten wir Euch, mit uns um Gesundheit und Schutz für unsere Gemeinden, Städte und unser Land zu beten. Lasst uns für unsere Regierung und Verantwortlichen, Ärzte, Virologen und Krankenpfleger/innen beten, dass dieses Virus besiegt wird.

Als Gemeinde Jesu wollen wir weiterhin Hoffnung, Frieden, Liebe und Hilfe für alle Menschen um uns herum verbreiten.

Ganz herzliche Grüße von der Gemeindeleitung an euch alle,

Anatevka, Daniel und Justin

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